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The Foolish Man Who Moved Mountains
Im fernen Norden des alten China, wo zwei große Berge die Sonne von morgens bis mittags abschirmten, lebte ein alter Mann namens Yu Gong - der Dumme alte Mann. Jeden Tag warf der Berg ein langes Schatten über sein Dorf. Jeden Tag musste seine Familie weit herumlaufen, um in den fruchtbaren Tal zu gelangen. Eines Morgens rief Yu Gong seine Familie zusammen. "Wir werden die Berge bewegen", sagte er einfach. Seine Frau lachte als Erste. "Du kannst keine Berge bewegen! Du bist ein alter Mann. Wo würdest du das Erdreich hinlegen?" "Wir werden es zum Meer tragen", sagte Yu Gong. Die Nachbarn lachten, auch die weisen Männer im Dorf und ein gelehrter alte Mann namens Zhi Sou - der Weise alte Mann kam besonderen besuch. "Du bist ein Narr", sagte Zhi Sou freundlich. "Du bist alt. Am besten hast du nur noch wenige Jahre vor dir. Wie konntest du zwei Berge in einem Leben bewegen?" Yu Gong lächelte geduldig. "Wenn ich weg bin, werden meine Söhne weitermachen. Wenn sie weg sind, werden ihre Söhne weitermachen. Ich werde Enkel und Urenkel haben, die sich bis zum Ende der Zeit fortsetzen. Aber die Berge - sie wachsen nicht. Eines Tages werden sie verschwunden sein." Zhi Sou hatte nichts zu sagen. Yu Gong und seine Familie begannen zu graben. Tag für Tag, durch heiße Sommer und kalte Winter, trugen sie Körbe mit Erde und Stein zum Meer. Langsam - sehr langsam - bildeten sich zwei kleine Höhlen unter den Bergen. Die Götter im Himmel sahen herunter und sahen den alten Mann graben. Sie waren so gerührt von seiner Entschlossenheit, dass sie zwei große göttliche Wesen sandten, um die Berge wegzutragen - eines nach Osten und eines nach Süden. An diesem Tag war nichts mehr, das die Sonne vom Tal abhielt. Die Menschen sagten, es seien die Götter gewesen, die die Berge bewegt hatten. Aber Yu Gong wusste die Wahrheit: Es waren das Graben gewesen, das die Götter gerufen hatte.

💡 Life's Lesson from this story

Keine Aufgabe ist zu groß, wenn man entschlossen genug ist - eine fortlaufende Ausdauer über Generationen kann Berge bewegen, die kein einzelner Mensch allein bewegen könnte.

— Liezi, Chinesische Philosophie
Yu Gong brauchte nicht selbst den Job zu erledigen - er musste nur anfangen und weitermachen. Sein Glauben an die Zukunft und sein Wille, nicht aufzugeben, inspirierte mehr als nur ihn selbst. Diese Geschichte lehrt uns, dass wir, wenn wir uns ganz einsetzen und mit bester Entschlossenheit arbeiten, die Welt hilft uns zu gelingen.

🗺️ Cultural Context

Die Geschichte von Yu Gong (愚公移山) kommt aus dem Liezi, einem alten chinesischen philosophischen Text, der um 400 vor Christus geschrieben wurde. Es ist eines der geliebtesten chinesischen Märchen und wird schon über zwei Jahrtausende lang von Dichtern, Philosophen und Politikern zitiert. Die Phrase "Yu Gong bewegt Berge" wird in China heute immer noch verwendet, um eine sture Anstrengung vor überwältigenden Herausforderungen zu beschreiben.

📚 Word of the Story

  • Fertile land that is very good for growing plants and crops
  • Persistent continuing to do something despite difficulty or opposition
  • Parable a simple story that teaches a moral or spiritual lesson

💬 Let's Talk About It

1

The neighbours called Yu Gong foolish - do you think he was foolish or wise? Why?

2

Why do you think the gods decided to help him?

3

Is there something that feels impossible right now that might be achievable if you worked at it every day?